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Tagetes – ein wahrer Augenschmaus

  • Juli 02, 2026

Die „afrikanische Studentenblume“, die eigentlich ursprünglich aus Mexiko stammt, ist nicht nur schön anzusehen. Ihr hoher Anteil an Lutein ist auch besonders gut für die Augengesundheit.

Die orange Blütenpracht macht die Pflanze nicht nur für Gärtner:innen und Blumenfreunde attraktiv. Durch ihren hohen Luteingehalt ist sie auch für die Gesundheitsindustrie interessant.

Denn während in Lebensmitteln, wie Grünkohl, Spinat oder Mangold etwa +/- 0,15 mg pro 100 g enthalten sind, sind in einem Gramm Tagetes-Blütenblätter 8,5 mg Lutein. Aufgrund dieser enormen Konzentration werden Tagetes-Blumen speziell gezüchtet und in hochwertigen Nahrungsergänzungsmitteln verarbeitet.

Lutein im Kampf gegen freie Radikale

Gerade bei Augenerkrankungen spielt Lutein eine wichtige Rolle. Bei Makuladegenerationen hilft laut Studien Lutein dabei, den Verlauf zu verlangsamen.

Eine Makuladegeneration ist eine Stoffwechselstörung, die dazu führt, dass „Zellmüll“ nicht mehr richtig abtransportiert wird. Dadurch entstehen Ablagerungen, die die Sehzellen von Sauerstoff und Nährstoffen abschneiden und sie absterben lassen. Bemerkbar macht sich das durch weniger kontrastreiches Sehen, blassere Farben und Schwierigkeiten bei der Anpassung an Dunkelheit.

Lutein unterstützt als natürlicher Filter und Antioxidans in der Netzhaut, freie Radikale zu neutralisieren, was das Fortschreiten der Krankheit verlangsamt.

Lutein in Kombination mit Vitamin C soll außerdem auch das Risiko für grauen Star bei Frauen senken, wie aus einer Studie der University of Wisconsin aus dem Jahr 2010 hervorgeht.

Traumpartnerin im Gemüsebeet

Doch die Tagetes überzeugt nicht nur mit ihren gesundheitlichen Vorteilen. Auch im Garten erweist sie sich als äußerst nützliche Helferin.

Tagetes haben eine magische Anziehungskraft auf Schnecken, deshalb werden sie oft als eine Art Wall in Gartenbeete gesät. Und sie wirken abschreckend auf Schädlinge wie Ameisen, Lauchmotten, Fliegen und Kohlmottenschildläuse. Zudem sind sie ein tödliches Mittel für Nematoden (Fadenwürmer).

Gleichzeitig zieht die leuchtend gelborange Blume Nützlinge an. Sie ist ein wahrer Bienen- und Hummelmagnet. Ein Traum für jede:n Hobbygärtner:in.

Von der Sterneküche bis zur Lebensmittelindustrie

Die Blüten der Tagetespflanze sind essbar und zieren teilweise sogar die Teller von Sterneköchen. Die unterschiedlichen Arten haben auch unterschiedliche Aromen: Von Anis über Estragon, bis Blutorange entfaltet sich das Geschmacksknospen-Spektrum der Gewürztagetes-Sorten.

Und auch die Lebensmittelindustrie bedient sich der Studentenblume. Das Gelb des Luteins färbt als Farbstoff E161b Butter, Backwaren, Nudeln, Schmelzkäse, Senf, oder Süßigkeiten.

Hühner, denen Tagetes zum Futter gemischt wird, legen Eier mit wunderschön orangen Dottern.

Nichts für die Nase

Der strenge Geruch älterer Sorten hat der Tagetes-Blume den wenig schmeichelhaften Spitznamen „Studentenfurz“ eingebrockt. Neuere Züchtungen kommen mittlerweile ohne den olfaktorischen Störfaktor aus und auch mit anderen vulgo Namen wie Samtblume oder türkische Nelke. Im Englischen heißt die Tagetes im Übrigen Marigold, verwirrenderweise wie die Ringelblume, und soll an die Jungfrau Maria erinnern.

Auch in Indien und Mexiko wird sie im religiösen Kontext verwendet, zum Bsp. am berühmten Tag der Toten – Dia de los Muertos. Daher ist sie auch noch unter dem Namen Totenblume bekannt.

Superpower für die Augen

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