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Selen – das himmlische Spurenelement

  • Juni 16, 2026

Der Erde so nah und dennoch nach dem Mond benannt. Selen wurde 1817 vom schwedischen Chemiker Jöns Jacob Berzelius entdeckt, der es auf den Namen der griechischen Göttin des Mondes – Selene – taufte. Grund dafür waren die ähnlichen Eigenschaften des kürzlich davor aufgefundenen Elements Tellur, dessen Name sich vom lateinischen Wort für Erde ableitet.

Selen ist ein Spurenelement. Das bedeutet: Nur eine winzig kleine Menge – also Spuren – sind notwendig, um den Tagesbedarf eines Menschen zu decken. Genauer gesagt: Nach der Deutschen und Österreichischen Gesellschaft für Ernährung (DGE/ÖGE) liegen die Referenzwerte für den täglichen Bedarf bei Männern bei 70 µg (Mikrogramm) und bei Frauen bei 60 µg Selen. Wer sich jetzt fragt, wie wenig eigentlich so ein Mikrogramm ist: Ein Reiskorn wiegt etwa 20 mg und somit 300-mal mehr als die Tagesmenge Selen, die ein Mensch pro Tag benötigt, um gut versorgt zu sein.

Zwei Sardinen für ein Halleluja

Um auf diesen Wert zu kommen, reicht es, zwei Sardinen zu verzehren. Denn 100 g Sardinen enthalten etwa 60 µg Selen. Das Lebensmittel mit dem höchsten Selenwert ist der Steinpilz. 100 g davon enthalten 186 µg Selen.

Selenarme Böden

Der Selengehalt von Lebensmitteln hängt stark vom Boden ab, auf dem sie wachsen. Die Böden in Mitteleuropa gelten im globalen Vergleich als relativ selenarm. Der Klimawandel verschärft die Situation noch weiter. Höhere Temperaturen verändern die mikrobiologische Aktivität und den pH-Wert im Boden, was den Selenverlust weiter beschleunigt. Das führt sogar so weit, dass in Deutschland Kühen Selen im Futter beigemengt wird, da sie aufgrund von Selenmangel bereits Fruchtbarkeitsprobleme haben.

Zu viel und zu wenig ungesund

Es gibt auch ein Zuviel an Selen. Wer längerfristig zu große Mengen zu sich nimmt, kann an brüchigen Nägeln, Haarausfall, Hautausschlägen, Müdigkeit, Konzentrationsstörungen, Muskel- und Gelenkschmerzen leiden. Eine schwere Vergiftung führt zu Nervenschäden, Herzrhythmusstörungen, Leber- und Nierenschäden und sogar zum Tod.

Die Krux: Auch ein Mangel an Selen äußert sich durch brüchige Nägel, Haarausfall, Müdigkeit und Konzentrationsstörungen. Dazu kommen Kälteempfindlichkeit, Antriebslosigkeit, Infektanfälligkeit.

Sicherheit durch Bluttest

Wer seinen Selenstatus genau kennen möchte, kann den Selenwert im Rahmen der jährlichen Gesundenuntersuchung bestimmen lassen. Da Selen nicht zum Standardlaborumfang gehört, sollte der Wunsch nach einer Messung vorab mit der Ärztin oder dem Arzt besprochen werden. Je nach Untersuchung und Labor können dafür zusätzliche Kosten anfallen.

Kleine Menge – große Wirkung

Eine ausgewogene Selenversorgung ist essenziell für die normale Funktion des Immunsystems, den Schutz vor oxidativem Stress, eine normale Schilddrüsenfunktion, den Erhalt normaler Haare und Nägel und eine normale Spermabildung.

SELEN PLUS Spray und Kapseln

Um Ihren Selenhaushalt in Balance zu halten, gibt es in der Cosmoterra als kleine Helferleins den SELEN PLUS Spray für Haut uns Schleimhäute sowie die SELEN PLUS Kapseln für Zellschutz.